![[COMICADEMY] - Comicstars Contest [COMICADEMY] - Comicstars Contest](fileadmin/style_a/images/comicademy-girl.png)
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Der Comicstars-Contest ist Deutschlands größte Casting-Show für Nachwuchskünstler der Comicszene, bei der der Gewinner 10.000 Euro sowie einen Autorenvertrag erhält. Die Comicademy unterstützt ihren Partner Comicstars gleich mit zwei Vertretern. Der Geschäftsführer Dennis Formann arbeitet in der Jury mit. Cheftrainer Alexander Raphelt führt die Workshops durch. Interview mit Dennis Formann und Alexander Raphelt: Worum geht es bei dem Wettbewerb und wie kann sich da eine Comicschule wie die Comicademy einbringen? Dennis: Als größte Comic-Schule Deutschlands ist das Beurteilen von künstlerischen Leistungen und Fortschritten im Bereich Comic-Zeichnen sozusagen unser Kerngeschäft. Seit 2005 haben schon viele hundert Zeichner unsere Kurse besucht, so dass wir mittlerweile durchaus schon das eine oder andere Arbeitsergebnis zu Gesicht bekommen haben und die Bandbreite des gängigen Leistungsspektrums recht gut einschätzen können. Alex: Allerdings ist das reine Bewerten für uns ja eigentlich nur ein kleiner, nachstehender Teil unserer Aufgabe im Contest. Dennis: Unser Fokus liegt natürlich auf dem Fördern und Weiterentwickeln der Künstler. Daher freue ich mich darüber, dass auch der Comicstars Contest eine gute Mischung aus hochwertigen Workshops und Ausscheidungswettbewerb ist. Der Workshopteil wird hier sowohl konzeptionell als auch personell maßgeblich von der Comicademy gestützt. Alex: Obwohl alle Teilnehmer talentiert sind und sie eine professionelle Arbeitsweise an den Tag legen, sehe ich oft, dass bestimmte Bereiche - meistens bei der Anatomie - noch sehr coachingbedürftig sind. Alex, als Cheftrainer der Comicademy beschäftigst Du Dich normalerweise eher mit der inhaltlichen Entwicklung der Aus- und Weiterbildungsangebote der Comicademy. Welche Aufgaben hast Du bei dem Wettbewerb? Alex: Als Bestandteil des Coachings ist die Funktion des authentischen Kritikgebers überaus wichtig. Oftmals kommen auch Teilnehmer in den Kursen der Comicademy aus einem Umfeld, welches sie unabhängig von der Qualität ihrer Arbeiten stets lobt. Ich sehe die Arbeiten auch im Comicstars Contest unter einem professionellen Aspekt und gebe scheinbar „unerbittlich“ Kritik. Letztendlich bringt aber nur ehrliches Feedback jeden Zeichner weiter. Dennis, unterscheidet sich die Rolle eines Jurors sehr von der des Geschäftsführers einer Schule für Comic-Zeichner? Dennis: In der Tat! Wenn ich ansonsten ja doch eher die trockeneren Arbeitspakete im Hintergrund bearbeite, habe ich bei diesem Contest die Möglichkeit, mitten im Geschehen, direkt bei den Künstlern zu sein. Es ist jedoch mittlerweile eine echte Herausforderung die Qualität der Arbeitsergebnisse zu beurteilen. |
In den ersten Runden des Wettbewerbs brauchten wir ja „nur“ die guten Zeichner und Autoren von den weniger guten zu trennen. Wenn aber aus fast 250 Bewerbern am Ende nur noch die fünf Besten übrig geblieben sind, kann man an dieser Entscheidung auch schon mal verzweifeln. Denn natürlich ist jeder der Fünf ein Riesentalent und Ausnahmekünstler. Die Zusammenarbeit der Jury funktioniert allerdings hervorragend. Wir alle bringen unterschiedliche Blickwinkel mit ein, die sich prima ergänzen. Es ist eine wirklich tolle Atmosphäre! Wie habt Ihr die gemeinsamen Tage mit den Kandidaten erlebt? Alex: Für mich war die Arbeit mit diesen hochtalentierten, jungen Menschen ein sehr erfrischendes und lehrreiches Ereignis - ein Genuss quasi. Ich habe ich sehr über das schnelle und problemlose Annehmen von Coachings und Profitipps gefreut. Allen Teilnehmern kann ich nur alles Gute in der Zeichnerbranche wünschen. Dennis: Das ist sehr spannend und inspirierend für mich, nicht nur die Arbeitsergebnisse zu sichten, sondern in Gesprächen mehr über Ziele und Motivationen der Kandidaten zu erfahren. Wir haben versucht, den Stresspegel und die Anspannung der Kandidaten hochzuhalten. Es hat mich sehr gefreut zu sehen, dass dies durchweg positive Energien freigesetzt hat, die Teilnehmer teilweise über sich hinausgewachsen sind und vor allem die Stimmung stets positiv war. Unabhängig vom zeichnerischen Talent, waren es einfach tolle Persönlichkeiten, die ich in diesem Contest kennen lernen durfte. Was nehmt Ihr für Eure Arbeit bei der Comicademy aus dem Wettbewerb mit? Alex: Als Trainer habe ich gesehen, zu was Teilnehmer in einer Drucksituation zu schaffen im Stande sind. Diese Erfahrung kann ich gut als mahnendes und positives Beispiel unseren Kursteilnehmern gegenüber verwenden. Dennis: Ich bin begeistert von der Leidenschaft und dem Ehrgeiz der Kandidaten. Das war auf jeden Fall im wahrsten Wortsinne vorbildlich für mich. Wir können mit dem Verlauf des Wettbewerbs insgesamt sehr zufrieden sein. Die Qualität der Arbeit der Finalisten ist ein Beleg für das Funktionieren des Konzepts. Es war allerdings eine Jungfernfahrt für alle Beteiligten. Also nehmen wir natürlich auch Punkte mit, die wir beim nächsten Mal vielleicht noch optimieren können. Für mich symbolisiert der Wettbewerb eine Botschaft, die jeder von uns - auch die Nichtzeichner - auf seine eigenen Ziele übertragen kann: Wenn Du etwas unbedingt willst und bereit bist, die nötige Menge an Herz und Disziplin aufzubringen, können auch fern erscheinende Träume wahr werden. Das Interview wurde geführt von Torsten Hesse. |